Montag, 30. Juni 2014

Hip-Bag Sew Along - Tag 1

Zum Zuschneiden komme ich Heute wahrscheinlich nicht mehr,
aber die Stoffe sind schon mal grob ausgesucht :-)
 
 
Liebe Grüße
Patricia
 


Materialkosten Quilt - Stoffe und mehr

Die Materialkosten sind natürlich individuell.
Zuerst kommt es auf die Größe des Gesamtwerkes an, ist ja logisch.
Man unterschätzt aber die vielen vielen Nahtzugaben die bei den Mustern entstehen. Ich denke man kann pauschal sagen, je kleiner das Muster je mehr Nahtzugaben stecken drin, je mehr Stoffverbrauch.
 
In den Anleitungen steht in der Regel welche Mengen Stoff man einkaufen soll. Ich persönlich würde immer ein wenig mehr nehmen. Es kommt schon vor, daß man sich mal verschneidet oder falsch näht. Ohne Reserve wird es da schwierig.
 
 
80,00 Schwarz (Kona Cotton) 8 m (1,12 Breite)
55,00 blau/grün/türkis 14 Fat Quarter
36,00 Vlies Freudenberg P120 4 m (1,50 Breite Polyester)
72,00 Rückseitenstoff für 20 Blöcke (6 Fat Quarter plus 1,5m Meterware)
27,00 Rückseitenstoff für die Ränder 3m Meterware
8,00 Nähgarn schwarz Polyester
8,00 Quiltgarn schwarz
6,00 Quiltgarn blau
6,00 Quiltgarn grün
5,00 Sprühstärke
4,00 Klebestift
14,00 Sprühkleber (hat nicht funktioniert)
8,00 Quilters Grid für die Kästchenmuster
11,00 Paper Solvy (wasserlösliches Papier für die Hexagons und Blumen)
9,00 Freezer Paper (für Schablonen, wenig gebraucht)
30,00 Versandkosten mindestens
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379,00 Gesamtkosten Material
 
 
WOW, ein hübsches Sümmchen.
Der Quilt ist ca. 2,30 x 1,80 m groß.
Wenn man bedenkt, daß theoretisch die 8 m schwarz gereicht hätten das ganze Teil großzügig komplett einzuwickeln wundert man sich doch wo die Stoffmengen geblieben sind.
 
Ein Grund ist z.B. auch die "Quilt as you go" Technik mit der ich gearbeitet habe.
Jeder Block wird komplett fertig gestellt und gequiltet. Erst am Ende werden alle Teile zusammengefügt. Um gut quilten zu können braucht man um jeden einzelnen Block einen großzügigien Rand zum festhalten, der wird zum Ende abgeschnitten und ist dann natürlich für die Tonne.
Die Verbindungsstreifen zwischen den Blöcken ergeben im fertigen Zustand 3 Lagen Stoff, zuzüglich der Nahtzugaben, da kommt eine Menge zusammen.
 
Wenn auch ein Stoffresser, ich finde die "Quilt as you go" Technik ist für Anfänger super.
Man arbeitet sich Block für Block durch und hat häppchenweise immer ein Stück "fertig".
Theoretisch könnte man nach dem 3. oder 5. oder 17. oder wo auch immer aufhören, wenn man keine Lust mehr hat. Dann nur noch zusammenfügen und man hat wenigstens irgendein, wenn auch kleineres Teil, fertig.
 
Einerseits fand ich es beruhigend zu wissen nicht zwingend "alles" machen zu "müssen". Ich habe die Stoffe auch häppchenweise eingekauft. Andererseits ist immer wieder ein Teilchen tutti kompletti fertig, das macht ein gutes Gefühl und Lust auf das nächste Teilchen.
 
Die Stoffe ansich scheinen recht teuer für "normale" Baumwolle.
Jaaaaa, das stimmt. Wenn man bedenkt das z.B. ein Meter schwarz 10 € kostet, bei einer Breite von 1,12 (Da ist dann der Webrand aber noch dran). Dann sind das 10 € pro qm! Im Baumarkt gibt es den qm Fliesen für 6€ oder gar Laminat den qm für 4€.
Dennoch ist nicht zu empfehlen bei einem Projekt dieser Größenordnung und bei dem riesigen Zeitaufwand den man betreibt einen "Billigstoff" zu verwenden.
Quiltstoffe liegen in der Regel nur gut 1m breit, damit sie händelbar sind und mit normalen Quillinialen geschnitten werden können (4 Stofflagen gefaltet).
Natürlich gibt es auch Preisunterschiede. Das liegt teilweise an der "Markenfirma" oder am "Stoffdesigner" oder, was viel entscheidender ist, an der Qualität des Stoffes bzw. der Farbe. Um größeren Belastungen wie häufiges Gebrauchen und Waschen besser zu bestehen sind gute Quiltstoffe feiner gewebt. Das heißt sie haben mehr Fäden pro qm und sind dadurch wesentlich widerstandsfähiger.
Traditionell werden Quilts über Generationen weitervererbt, das funktionionert nur mit bester Stoffqualität.
 
Im Internet liest man, das "gute" Quiltstoffe "eigentlich" beim Waschen nicht abfärben. Besonders Kona Cotton "soll" da verlässlich sein. Ein Grund warum ich mich für Kona Cotton entschieden habe! Den ersten Waschgang habe ich mit mindestens 10 Farbfangtüchern gemacht und auch nur bei 30 Grad. Ich wollte ganz sicher gehen, daß das viele schwarz nicht die schönen strahlenden Farben verfärbt.
Hat funktioniert! :-)))
 
Bei allen farbigen Stoffen habe ich natürlich auch auf die Angabe "Patchworkstoff" geachtet aber einfach das gekauft was mir gefallen hat. Da waren Teils Marken wie "Michael Miller", "Hoffman Fabrics", Fossil Fern oder was auch immer dabei und einige Bali Batics direkt von der Handmade.
Da liegen die Preise für ein Fat Quarter (ca. 50 x 55 cm / halbe Stoffbreite x halbes Yard) zwischen 3,50 und 5,90. Man kann also für einen Meter x 1,12 Designerstoff gern 20€ ausgeben, wenn man das möchte.
Muss man aber nicht! :-))))
 
 
Logischerweise bleiben bei so einem Muster Stoffreste über.
Von dem schwarzen habe ich knapp einen halben Meter x Stoffbreite übrig, einiges an vorgebügelten Mittel- und Randstreifen und ein paar Quadrate ca. 15 x 20 cm, alles andere ist Mini bis Minimini.
Bei den farbigen Stoffen ist nur von den Rückseitenstoffen manchmal ein 20 cm Streifen übrig, die anderen Reste sind Klein, Mini und Minimini :-).
Vobei ich sagen muss, daß ich beim Schneiden, egal ob vor dem Vernähen oder beim Schneiden der Blöcke, einfach "ALLES" und jedes winzigste Fitzelchen gesammelt habe.
Wer weiß, was sich daraus noch zaubern lässt, ich hätte da so eine Idee .... :-))
 
Ist auf dem Foto nicht zu sehen aber ganz unten in der Tüte sind die Mikroschnipsel :-)
 
 
 
Jetzt will ich noch wissen wie lange ich eigentlich daran gearbeitet habe. Leider hatte ich überhaupt keinen Bock sofort alle Zeiten festzuhalten. Ich werde versuchen gut zu schätzen :-)
 
 
Liebe Grüße
Patricia
 
 


Sonntag, 29. Juni 2014

Sew-Along Schnabelina "Hip Bag"

Oh je ich hab's getan...
und mich zu einem Sew-Along angemeldet.
 
Auf dem Schnabelina Blog wird es ab Montag täglich Teile eine Anleitung für eine Hüfttasche geben und ich möchte gern mitmachen. Na hoffentlich schaffe ich das auch, nähtechnisch und zeitlich.
Es werden viele Näherinnen mitmachen, wenn Du auch Lust hast guck mal hier:
 
 
 
Liebe Grüße
Patricia
 


Samstag, 28. Juni 2014

Materialkosten - Grundausstattung Quilt

Welche Materialkosten fallen für einen Quilt an?
 
Ich kann bisher natürlich nur von dem einen sprechen, den ich gemacht habe und ich kann sagen, da sammelt sich diverses an.
 
Ich fange mal mit der Grundausstattung an, mit etwas Glück ist einiges davon schon vorhanden.
 
Grundausstattung
Schneidematte war vorhanden (leider nur eine recht kleine aber immerhin)
18,00 Inch-Lineal 6 x 12 inch
3,00 Inch Maßband
17,00 Rollschneider 45mm inkl. Klinge
4,00 Stecknadeln
3,00 Sicherheitsnadeln
12,00 Markierstift Sewline inkl. Ersatzminen
3,00 Maschinen-Quiltnadel
20,00 Inch-Nähfuß
20,00 Freihand-Quiltfuß
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100,00 Minimum Grundausstattung
 
 
Bevor ich tatsächlich anfing die ersten Sachen zu kaufen habe ich seeeehr lange im Internet recherchiert. Die meisten Anleitungen findet man einfach bei den Amerikanern und die messen nun man in Inch. Auf diese Umrechnerei hatte ich von vornherrein keine Lust und habe mich auf Inch festgelegt.
Ein Lineal von mindestens 6 x 12 inch (ca. 15 x 30 cm) ist ein absolutes Muss. Während der Arbeit hätte ich gern noch ein längeres, ein handlicheres kleineres und ein viereckiges großes gehabt, das hätte einiges bequemer gemacht. Beim nächsten Projekt ;-)
Das Maßband habe ich mir dann bei einer der vielen Bestellungen mal nebenbei geleistet :-)))
 
Meine Schneidematte ist ca 30 x 45 cm. Komfortabel ist was anderes, manchmal hat die Kleine den Vorteil, daß sie beim Schneiden gedreht werden kann, aber generell ist man immer dabei so zu schieben, daß der Stoff draufpasst. Bei einer Neuanschaffung würde ich auf jeden Fall eine mit Inch-Raster haben wollen.
Ich träume jetzt von einer seeehr großen die über den ganzen Tisch passt und einer Drehbaren kleinen. *hüstel*. Beim übernächsten Projekt, vielleicht.
 
Ohne Rollschneider geht mal gar nichts!
Mit der Schere krumme Streifen schnippeln, bitte nicht!
Ich habe den Mittleren mit 45mm, ging super, nicht´s zu meckern.
Wenn ich irgendwann man kleine runde fummelige Teile zu schneiden habe lege ich mir vielleicht den Kleinen zu, aber, ich glaube da tut es dann auch die Schere.
 
Der Markierstift mit Druck-Keramikmine ist natürlich teuer aber sein Geld wert!
Meine Kreidestiftstummel sind im Lauf der Arbeit verschwunden (oder habe ich sie weggepfeffert? :-) ) und ohne Markieren ist es oftmals schwierig. Die dünnen Mienen machen perfekte dünne Linien, absolut empfehlenswert.
 
Ohne Inch Nähfuss kommt man bestimmt auch gut aus. Die Nadelposition meiner Maschine ist so perfekt verstellbar, daß ich die Kante meines Universalnähfußes als Markierung nehmen kann und es passt wunderbar. Allerdings, bei jedem Einschalten der Maschine ist die Position wieder auf Null und bei meinen Mini-Probe-Näh-Experimenten habe ich das öfter mal vergessen, blöd.
Ich hatte mich für einen transparenten Fuss mit Markierungen längs und quer entschieden, super für Ecken. Dieser hat keine kleine Führungsschiene, bei langen Strecken wäre das bestimmt praktischer.
Bräuchte ich dann auch noch mal ....
 
Ohne Freihand-Quiltfuss kommt man sicher nicht aus!
Egal welche Nähmaschine man hat, zum Freihandquilten braucht man einfach einen Fuss der sich beim verschieben des Stoffes hebt und direkt beim Stich absenkt. Anders funktioniert es einfach nicht!
Ich habe bei meiner Nähmaschine einen Stopffuß dabei, der das auch genau so macht. Der hätte theoretisch ausgereicht. Allerdings ist das Füßchen so klein und dicht um die Nadel, daß man nicht ganz genau sehen kann wo die Nadel einsticht. Ein offener Freihand-Quiltfuss hat einen offenen Blick auf die Nadel. Und da das Quilten das coolste an der ganzen Aktion ist, habe ich dafür das Geld sehr gern ausgegeben.
 
Die Handschuhe auf dem Bild habe ich hier irgendwo im Haus gefunden, keine Ahnung wofür ich die mal gekauft hatte, vermutlich in irgendeinem Baumarkt im vorbeigehen. Wenn ich genau die noch einmal finde sind sie meine. Man braucht einfach irgendetwas damit man beim quilten nicht mit den Händen über den Stoff rutscht, eine Art Stopper, evtl. reicht auch ein bzw. zwei Gummiläppchen. Normale Gummihandschuhe oder Gartenhandschuhe haben mir zu wenig "Gripp".
 
 
Meine Aufstellung ist bestimmt nicht komplett aber "ICH" bin damit zurecht gekommen. Und um mal ein erstes Projekt zu wagen reicht das allemal.
 
Demnächst teile ich Euch noch mit was das ganze Material, Stoffe usw. gekostet hat.
 
Eine kleine Fotoserie von meinem Quilt gibt es ganz bestimmt, ich weiß nur noch nicht wann.
Meine Models sind immer schon anderweitig verbucht :-))))
 
Quiltberge beim nähen des Bindings:
 
Liebe Grüße
Patricia
 


Freitag, 20. Juni 2014

The final cut

"The final cut" hat ich gestern gemacht.
Vielleicht schaffe ich am Wochenende das Binding und den Erstwaschgang
und wenn dann noch das Wetter mitspielt gibt es bald Foto´s vom fertigen Großprojekt.
YEAH!!!
 
 
Liebe Grüße
Patricia