Es geht los mit "Ein Jahr ohne..."


Es geht los mit „Ein Jahr ohne …“

… mein neuer Leitsatz für die nächsten 12 Monate.

Ich bin also 48 Jahre alt und dick.
Sehr dick?
Nun ja, Ja. Ich befürchte ich muss mit Ja antworten. 
Wenn ich in den Spiegel sehe, dann kann ich sagen, daß ich eigentlich noch Glück habe. Ich neige nicht dazu ein rundes Gesicht zu bekommen, ich habe noch ein Kinn und einen Hals und sogar Wangenknochen. Das ist Glück für mich, daß ich sehr zu schätzen weiß.

Wenn man mich also nur von vorn im Porträt sieht, bin ich zwar offensichtlich übergewichtig aber noch … so ok. 
Mein Sorge ist mehr der untere, hintere Teil.
Kurz gesagt, Problemzone Bauch, Beine, Po.

Und nein, ich gehöre nicht zu denen, die zwei Kilo zuviel  drauf haben und sich beschweren, daß die Jeans in Größe 32 kneift. 

Ich bin 1,68 m groß, das ist absolute Frauen Durchschnittsgröße in Deutschland.
Schade eigentlich, hätte ich jetzt 1,85 m sagen können, dann wäre das Drama nicht ganz so groß.

Wieviel will ich also abnehmen?
Diese ganze BMI Rechnerei finde ich eigentlich furchtbar, aber hier ist es nötig um Dir zu zeigen, daß ich wirklich dringend abnehmen muss.
Also, mein BMI ist 38.
Huch, das hört sich gruselig an.

Nächsten Sommer will dünn sein! 
Lach, ne…., anders formuliert.
Nächsten Sommer will ich normalgewichtig sein. 
Warte, warte! Kleine Ziele. 
Bis zum nächsten Sommer will ich abgenommen haben. 
Ne Moment, das war nichts. 
Ähhhm, Ich nehme ab!
So geht das auch nicht. 
Ich brauch einen Plan.

Ich sage ja immer 1 kilo pro Woche, das hat geklappt als ich 28 war, wird ja wohl heute nicht anders sein.
Mit Selbstbetrug komme ich hier auch nicht weiter! 
Ja also, wie jetzt?
Gehen 10 Kilo in drei Monaten? 
Also zehn Kilo in 13 Wochen? 
Ich bin nicht sicher, ob das in meinem Alter realistisch ist, aber ich würde es gern anpeilen.

Das sind dann also 40 Kilo bis Ende September nächstes Jahr. 
Das bedeutet im Sommer ist da noch ein Rest.
Kann ich damit leben? 
Ja, auf jeden Fall, sehr gut sogar!

Mir ist natürlich klar, daß es am Anfang bei viel Übergewicht mit der Abnahme oft schneller geht als zum Ende hin.
Also rechnen wir mal.
Oktober bis Dezember -10 Kilo
Januar bis März -10 Kilo
April bis Juni -10 Kilo
Dann wären dann schon 30 Kilo weniger auf der Waage, der Hammer!!!
Mein BMI läge dann bei 28, nicht perfekt aber schon viel besser.
Wenn ich insgesamt 40 Kilo abnehme, hätte ich einen BMI von 24, das finde ich perfekt. Und ich bin sicher nicht nur ich, mein Hausarzt wäre bestimmt auch begeistert.
Die restlichen 10 Kilos die bis zu den 40 noch runter sollten, die zähle ich als Zugabe. 
Ich muss mich ja erstmal sehen, ich habe keine Ahnung wie ich dann aussehe und ob ich mich wohlfühle. 
Aber um die kompletten 40 Kilo anzugehen rechne ich ein Jahr. 
Ein Jahr bis zum 30. September im nächsten Jahr. 
Diese Zahlen im Kopf zu haben und das Meiste bis Ende Juni zu schaffen ist für mich Motivation pur. 

Ein klitzekleines Problem sehe ich da noch. 
Wie kriege ich es hin meine persönlichen Schwächen zu besiegen?
Wie wird das klappen mit den ganzen besonderen Tagen?
Die vielen Feiertage, Weihnachten, Geburtstage.
Eigentlich liegen die Hürden noch näher, Wochenende, frische Brötchen mit Nutella.
Allein schon der Fernsehabend, „The Taste“ oder „Das große Backen“ ohne ein Stückchen Schokolade?

Da holt mich die Realität schnell wieder ein. 
Die Gedanken kreisen um NIE WIEDER!!!!
NIE WIEDER 
NIE wieder schöne Momente, das genussvolle Leben ist zu Ende!
Ich lasse den Kopf hängen und sehe meinem traurigen Ende entgegen.
Genau so läuft es doch immer.

Nein, diesmal mal nicht, ich habe einen Plan!

Denn es ist ja so, mit 48 weiß ich eigentlich ganz genau wie schnell die Zeit vergeht. 
Das Kind ist schon 20? Das kann nicht sein. 
Der Sommer ist vorbei? Hat doch noch gar nicht richtig angefangen. 
Ja ist denn schon wieder Weihnachten? 
Die Jahreszeiten und Wochen fliegen nur so an mir vorbei. Ich dreh mich einmal um, ein Jahr ist vergangen, ich bin wieder ein Jahr älter, ich bin immer noch dick und das ist einfach so passiert.

Ich habe es mehrmals versucht abzunehmen, habe mehrmals neu gestartet aber das Jahr ist nicht stehengeblieben. Es ist um mich herum einfach weitergelaufen. Und ganz ehrlich? Ganz schnell oder? So schnell, daß ich es mal wieder verpasst haben abzunehmen.

Wenn ich also weiß, daß ein Jahr so schnell vergeht. 
Und ich weiß, daß ich in einem Jahr mein Ziel erreichen werde. 
Dann muss es doch möglich sein für dieses eine Jahr alle Feiertage, Geburtstage und Wochenenden zu überstehen?

Ein Jahr ohne Schokolade?
Ein Jahr ohne Nutellatoast?
Ein Jahr ohne 70%igen Käse?
Ein Jahr ohne Salami?
Ein Jahr ohne Schweinefilet in Sahnesauce.
Ein Jahr ohne …
Ein Jahr ohne …

Ich weiß garantiert, wenn ich mich ein Jahr an meinen Ernährungsplan halte und ohne meine Leckereien überstehe, dann bin ich in einem Jahr schlank.
Und wenn ich mich jetzt frage, OB ich das überstehen werde?
Ja, na klar, natürlich!
Auf jeden Fall!
Gerne sogar!

Super! Die Entscheidung ist gefallen.
Ich halte mich an meinen Ernährungsplan und immer wenn mir eine Leckerei über den Weg läuft, die ich eigentlich nicht essen will, dann frage ich mich, ob ich ein Jahr ohne diese Leckerei überstehen kann und dafür in einem Jahr schlank bin.
Ich werde mich dafür entscheiden schlank zu sein.

Ein bisschen tut sich die Frage auf, was ist nach diesem Jahr?
Es ist doch so, wenn ich erstmal schlank bin, dann will ich das natürlich bleiben. Und es wird so sein, daß ich viele Kalorienbomben gar nicht mehr essen will oder kann und sollte ich doch wollen oder können, dann kann ich mir das mal leisten, schließlich bin dann schlank.


Ich muß nur dieses eine winzig kleine Jahr hinter mich bringen und bin in nur einem Jahr in meiner schlanken und gesunden Zukunft angekommen.

Ein Jahr ohne…
Meine Reise in eine schlanke und gesunde Zukunft.


Du kannst es Dir sicherlich denken, daß ich diesen Text nicht Heute geschrieben habe. Ja das stimmt. Ich habe drei Monate Vorlauf. Ich habe die ersten Hürden schon genommen und bereits einige Kilos verloren. 
Gut so, Du kannst dir sicher sein, daß ich noch dabei bin! 

Ich habe die Zeit gebraucht um diese Idee, meine Geschichte zu veröffentlichen, überhaupt erst einmal zu haben und auch, um alles soweit vorzubereiten, damit es einen Rahmen gibt in dem das hier stattfinden kann.
Im Grunde spiel es gar keine Rolle, mein Tagebuch ist tagesaktuell entstanden und spiegelt genau den Moment wieder an dem ich mich befand. Heute ist der erste Tag.

Kommentare